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    CHAMÄLEON
    „Wie die Jungfrau zum Kinde…“ - so beschreibt Mirko den Beginn seiner beruflichen Karriere im Chamäleon in der Saarbrücker Innenstadt. Durch einen plötzlichen Schicksalsschlag seiner Vorgängerin sollte er zunächst nur die Vertretung ihrer Stelle übernehmen. Doch die Vertretung dauert bis heute an.

    Nach zwei Jahrzehnten in der Gastronomie, vielen Höhen und Tiefen beim Aufmischen des Saarbrücker Nachtlebens und im Außendienst für Fahrräder, gibt es heute keine Situation, in der er seine damalige Berufswahl, von nun an Schuhe zu verkaufen, in Frage stellt...

    Schuhgeschäfte gibt es ja wie Sand am Meer. Manche bestehen länger, manche nicht. Wie lange gibt es euch schon?

     
    Mirko: Chamäleon gibt es seit den frühen 80ern und seit Ende 2002 arbeite ich in der Saarbrücker Filiale am Schillerplatz, nicht weit vom Hauptgeschehen der Innenstadt entfernt. Neben Saarbrücken haben wir noch ein weiteres Geschäft & ein Outlet in Saarlouis. Anfangs befand sich unser Laden noch in der Kappengasse, wo man heute im „Zweigesicht“ nachhaltig produzierte Mode kaufen kann. Der Wechsel zum Schillerplatz erfolgte kurz nachdem ich meine Stelle begonnen hatte.

    Dass dir dein Job auch nach einer solch langen Zeit viel Spaß bereitet, ist schwer zu übersehen. Besonders die Kommunikation zu deinen Kunden macht das Einkaufen bei dir besonders. Ein Bürojob wäre sicherlich nichts für dich – oder?

     
    Mirko: Mit dieser Aussage liegst du mehr als richtig. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang gerne an meine Kindheit zurück. Wenn Feste oder Geburtstage gefeiert wurden, hat mir meine Mutter immer die Aufgabe übertragen, Getränke auszuschenken oder Häppchen zu verteilen. Für die Familie war ich immer der perfekte Kellner. Ganz unrecht hatten sie nicht… 20 Jahre lang habe ich in der Gastronomie gearbeitet, später dann im Blau, welches es heute noch gibt. Der Kontakt zu anderen Menschen, die Kommunikation beim Verkauf – egal ob bei Sneakern oder leckerem Essen – war schon immer mein Ding. Jeder Kunde ist auf seine Art anders und damit ist jeder Arbeitstag mit neuen Aufgaben und Herausforderungen ausgestattet.


    Was unterscheidet das Chamäleon von anderen Schuhgeschäften?

     
    Mirko: Neben großen Ketten, die an das Konzept einer künstlich geschaffenen Marke gebunden sind, bringen wir einen großen Pluspunkt mit: die Erfahrung mit dem Produkt und den Materialien und die Liebe zu unserem Beruf. Die große Auswahl und Vielfalt, der „Gang mit der Zeit“, wenngleich wir dem ein oder anderen Trend schon oft zeitlich voraus waren, verbunden mit einer individuellen Beratung und einem lockeren Gespräch, unterscheiden uns von anderen. Man soll sich im Laden wohlfühlen, anders als in vielerorts überfüllten Geschäften, deren einziges Verkaufsargument Billigpreis-Angebote sind. Oft sind Vertreter großer Marken sehr überrascht über die breite Auswahl, die wir bieten. Und das soll auch so bleiben.

    Man hört oft über Sneaker-Sammler, dass sie, besonders beim Release einer limitierten Auflage oder einem Comeback, ein Paar sündhaft teuer einkaufen, wie eine Trophäe zur Schau stellen, jedoch nie tragen werden? Würdest du dich in die Reihe dieser Sammler einordnen?

     
    Mirko: Nein. Denn schlussendlich verkaufe ich Schuhe als Kleidungsstück. Der eine groß, der andere klein. Der eine schwarz, der andere weiß. Schuhe sind zum tragen da. Fertig. Wir haben zu unserem 30-jährigen Jubiläum Schuhe von Hand machen lassen – ganz in der Nähe, in der Schuhstadt Pirmasens. Das war eine Kooperation mit Kangaroos mit 30 limitierten Paaren. Eines davon besitze ich tatsächlich und trage es nach wie vor. In der Vitrine haben diese nun wirklich nichts verloren.

    Welcher Sneaker gehört deiner Meinung nach in jeden Schuhschrank und wie viele Paare besitzt du persönlich?

     
    Mirko: Zu dieser Frage fallen mir sogar zwei Antworten ein: der klassische Adidas Samba, ein zeitloser Schuh, der in fast allen Lebenslagen perfekt getragen werden kann. Sollte es farbenfroher sein, wäre der „Onitsuka Tiger Mexico“ meine Wahl. Das Beste, was einem Sneaker passieren kann sind meiner Meinung nach die Farben weiß, blau und rot. Wie viele Sneaker ich besitze, kann ich gar nicht so genau sagen, es dürften allerdings über 150 Paare sein. Tiger und Samba sind natürlich auch dabei.

    Ich würde mich freuen, wenn ich euch mit meinem zweiten Beitrag animieren konnte wieder vermehrt lokal einzukaufen. Hoffen wir, dass es noch in den nächsten Jahrzenten noch die Möglichkeit gibt anderweitig als online zu shoppen und eine tolle Beratung mit einem netten Gespräch zu erleben, so wie es bei Mirko im Chamäleon Saarbrücken stets an der Tagesordnung ist.

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