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    TIAVO
    TIAVO. Ein Hip-Hop-Duo aus Saarbrücken, welches seit Gründung vor drei Jahren schon viele Erfolge zu verzeichnen hat. Regionale Konzerte en masse, ein Gastauftritt bei Circus Halligalli und Genetikk-Support beim Splash-Festival.

    Welch große Veränderung das letzte Jahr für die beiden Jungs brachte und was ihrer Meinung nach den Leitfaden ihrer musikalischen Karriere bildet...

    Zum ersten Mal kennengelernt haben wir uns beim UnserDing Radiokonzert im Frühsommer 2017 und zu dem Zeitpunkt ward ihr aus der hiesigen Hip-Hop-Szene schon nicht mehr wegzudenken. Wie lange seid ihr schon musikalisch aktiv und wie kamt ihr zum gemeinsamen Musikprojekt?

     
    Lucy: In dem Fall kann ich für uns beide sprechen. David spielt seit dem Kindesalter Klavier und Gitarre. In seiner Jugend hat er sich besonders viel mit Rockmusik auseinandergesetzt und in mehreren Bands gespielt. Ich habe schon früh mit zwölf Jahren angefangen zu texten und mit meinen damaligen Möglichkeiten auch aufzunehmen. Man wächst im Leben immer mit seinen Aufgaben.

    Deon: Kennengelernt haben wir uns 2015 über Lucy’s ehemaliges Management. Die Idee einer Zusammenarbeit stand im Raum und seit der ersten EP 2016 treten wir gemeinsam unter dem Namen TIAVO als Formation auf. Ich übernehme die Rolle des Gitarristen und Produzenten, Lucy den Rapteil.

    Was ist euer Alleinstellungsmerkmal… oder besser gefragt: wie versucht ihr euch bei all der Konkurrenz im Geschäft von anderen Künstlern abzuheben und eurem Stil eine eigene Note zu verleihen?

     
    Deon: Ich denke, dass es vorallem immer wieder spannende Produktionen und Momente bei unserer gemeinsamen Arbeit gibt, da wir unseren musikalischen Ursprung in völlig verschiedenen Genres wiederfinden. Ergänzend zu meiner Affinität zum Rock mit vielen akustischen Zügen, hat Lucy ein sehr großes Gespür für Hip-Hop und Rap. Bei TIAVO verschmelzen diese beiden Musikrichtungen miteinander und erzeugen bei unseren Hörern einen Wiedererkennungswert.

    Lucy: Wir wollen Musik machen, die langfristig währt und Trendmusik machen. Denn Trendmusik und Hypemusik füllt kein Stadion. Für uns steht an erster Stelle, dass wir unseren Sound spielen und diesen selbst kreieren. Komplette Kompositionen anstelle von vorgefertigtem Einheitssound. Unsere eigene Note ist das A und O. Natürlich schauen wir auch auf Trends und bauen moderne Elemente in unsere Produktionen ein. Wir wollen aber nicht die Musik präsentieren, die andere schon machen.


    2017 erschien „Outta This World (OTW)“ – ein Feature mit Genetikk. Welche Veränderung hat das Zusammenkommen mit den Saarbrückern euch gebracht?

     
    Deon: 2017 war ein krasses Jahr! Vor der Veröffentlichung von OTW musste natürlich einiges passieren um das Aufsehen der Jungs zu erregen. Ich denke, dass der regionale Support, beispielsweise von UnserDing, uns wirklich viele neue Türen geöffnet hat. Wir haben viele Gespräche geführt und sind froh nun beim neugegründeten Label von Genetikk, welches den selben Namen trägt wie die Single, gesignt worden zu sein und unsere Musik noch weiter vorantreiben zu können.

    Musik braucht immer ihren Ursprung. Viele Künstler erzählen von ihrem eigenen Leben, alltäglichen Geschehnissen und ähnlichem. Welche sind eure Inspirationsquellen?

     
    Deon: Inspirieren lassen kann man sich in allen möglichen Gebieten. Ich werfe oft einen Blick in die Staaten, da die Künstler aus Amerika meiner Meinung nach eine besondere Soundästhetik rüberbringen. Der größte Unterschied zu meiner Zeit vor TIAVO ist aber, dass ich viel mehr Hip-Hop konsumiere als vorher.

    Lucy: Bei mir steht anspruchsvolle Lyrik ganz weit oben. Von billigen Lines halte ich nicht viel. Wirklich guten Hip-Hop & Rap finde ich mittlerweile eher in Italien oder Frankreich. Das letzte Album, das ich wirklich totgehört habe war „Feu von Nekfeu“ – vielleicht ist die Connection hier auch vorhanden, da er wie ich auch griechische Wurzeln hat. Nicht zu vergessen sind natürlich Klassiker von früher, die einfach Musikgeschichte gemacht haben. Nirvana ist da nicht wegzudenken.

    Euer Albumrelease steht kurz vor der Tür. Könnt ihr uns einen Einblick geben, was uns erwartet?

     
    Lucy: Auf unser kommendes Album sind wir extrem stolz. Einige Nummern haben wir sogar schon live gespielt. Diese wurden überarbeitet, mehrere Male in die Tonne geworfen, bis sie eben diese Stimmung, diesen Mood, rüberbringen, den wir wollen. Der rote Faden ist vorhanden und das war unser großes Ziel: 13 Songs zu schreiben und zu produzieren, welche aus lyrischer Sicht eine einzige Grundthematik auf verschiedene Weisen aufgreifen: eine Beschreibung unserer, aus Lucy’s Sicht, äußeren Umstände und den Geschehnissen. Die Diskrepanz zwischen zwei Seiten wird rapmäßig dargestellt. Auf der einen Seite der wachsende Erfolg, größer werdende Gigs und alles, was dazu gehört. Die Kehrseite wird aber oft nicht beachtet, die man bei einer solchen Karriere oft aus den Augen lässt. Aber hey… wir bleiben ehrlich und schreiben mit „Oh Lucy“ einen Text, der Themen wie innere Zerrissenheit, Angst und die Schattenseiten des Lebens auf, die man oft in sich selbst entdeckt, aufgreift. Viele Hörer sehen hier eine Ode an den Teufel. Diese Leute haben die eigentliche Message aber nicht verstanden.

    Danke Jungs für den entspannten Einblick und alles Gute für die Zukunft! Das Debüt-Album erscheint am 02. März – einen Track der kommenden Veröffentlichung gibt es hier:

     

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